© 2019 Richard Mahlmann | Bayern

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Material

Jeder bevorzugt natürlich seine eigenen Utensilien. Ich gebe dir lediglich einen Überblick, über die Materialen, welche meiner Meinung völlig ausreichen.
 

Bleistifte:     

Eine 12 Stifte-Box von Faber Castell ist völlig ausreichend, diese beeinhaltet sämtliche ''Bleistiftstärken'' die benötigt werden

 

Radiergummi:  

hier gibt es unzählige Arten und Varianten, ich bevorzuge 2 Typen:

Zum einen einen harten, aber gleichzeitig dünnen bzw. flachen Radiergummi, um starke Lichteffekte gründlich und detailiert ''rauszuradieren''.

Zum anderen einen knetbaren Radiergummi:

Dieser dürfte bei vielen eher unbekannt sein, ist aber goldwert ! Seine Konsistenz ist folglich sehr weich und er radiert daher nicht sehr ''stark''. Der Vorteil jedoch ist, dass man ihn sich so ''hinkneten'' kann wie man ihn braucht. Zum Beispiel extrem dünn oder Spitz. Hermit ist es möglich extrem detailierte Lichteffekte aus Schatten ''rauszuradieren'', um stärkere Konturen zu radieren ist er somit ungeeignet.

 

Kohlestifte:    

(für den Unterschied zwischen Kohle- und Bleistifteffekten bitte Bleistift oder/und Kohle ? - Unterschied klicken:

                 

Zum einen verwende ich harte Kohlestifte um detailierte Konturen, zB. am Auge zu verstärken.

Zum anderen einen sehr weichen Kohlestift, um (großflächig) tiefschwarze Effekte zu erzeugen. Absolut bewährt hat sich bei mir die Pitt Charcoal (Reisskohle) von Faber Castell !!

Zuguter letzt einen weißen Kohlestift für extrem detailierte und feine Lichteffekte.

Achtung: Dieser Stift wirkt bei richtigem Lichteinfall etwas bläulich und ''kalt'', somit muss er mit Vorsicht eingesetzt werden.

 

Papier:            

Das richtige Papier ist wichtiger als man denkt!

Ich verwende für die meisten Portraits einen 36 x 48 Block.

Dieses Papier ist dicker, weicher und hat bei genauerem Hinsehen einen höheren gelb-Anteil als herkömmliches Papier. Dadurch dass es weich ist nimmt es die Kohle besser auf und es lässt sich wesentlich besser darauf arbeiten. Die gelbliche Färbung erzeugt einen leichten Sepia-Effekt, somit wirken tiefschwarze Schatten und helle Lichteffekte nicht so extrem.

 

Fixativspray:

Hierbei handelt es sich um ein Spray (erhältlich in jedem Fachhandel) um abschließend das fertige Werk mit einer Art Lackschicht zu überziehen. Diese Schicht beeinflusst die Zeichnung optisch nicht ! - es dient lediglich dem Zweck, dass nichts mehr ausversehen verwischt werden kann. Logischerweise lässt sich danach am Bild jedoch nichts mehr verändern ;)

 

Das Wattestäbchen:  

Es eignet sich Perfekt um detailiert sehr weiche effekte zu erzeugen, bitte bitte benutzt nicht den Finger.

Um großflächig weiche Schatten zu erzeugen verwende ich ganz normale Watte.

Das Material kennenlernen

Vorweg - in allen Zeichnungen verwende ich immer Beides ! 

In der folgenden Grafik sollte relativ gut ersichtlich sein, welche Stellen mit Kohle und welche mit Bleistift bearbeitet wurden:

(Bleistift = silbergrau, Kohle = schwarz)

Der Bleistift: 

 

Bleistifte erzeugen immer einen gewissen ''Silbereffekt'' das heißt im richtigen Winkel betrachtet bzw. bei entsprechender Belichtung spiegelt es. Mit ihm lässt sich niemals ein tiefschwarzer Effekt erzeugen, auch wenn man noch so fest aufdrückt. Sehr weiche/helle sowie feine Schatten sollten mit Bleistift bearbeitet werden, da Kohle dagegen sehr viel rauer und grober wirkt.

Der Kohlestift:

harte Kohle:

Dieser eignet sich bestens um scharfe schwarze Konturen zu erzeugen zB. den Lidstrich am Auge oder die Wimpern. Man sollte jedoch immer bedenken, dass es anschließend nicht mehr möglich ist es wegzuradieren !

weiche Kohle:

weiche Kohle:

Dieser Stift ist wirklich nur was fürs Grobe. Er bröselt stark und hinterlässt immer Kohlestaub auf dem Papier. Diesen sollte man immer zum nächstgelegensten Bildrand ''wegpusten'', da dieser ungewollte Schlieren hinterlassen kann.

Die weiche Kohle eignet sich bestens um großflächig schwarze Schatten oder auch um zB. schwarze Haare zu zeichnen.

weiße Kohle:

Mit diesem Stift kannst du auf schwarzem Papier zeichnen. Das kann bei Bildern von Vorteil sein, die einen sehr hohen prozentualen Schwarzanteil haben. Probier es aus - es ist mal was andres und es lassen sich coole Effekte erzeugen:

Ansonsten kommt dieser Stift nur zur Rettung zum Einsatz !

Wenn ein Bild bereits mit schwarzer Kohle bearbeitet wurde ist es oft sehr schwer ganz kleine weiße Details wieder rauszuradieren, vor allem wenn es bereits zu spät ist und alles mit schwarzer Kohle gesättigt ist. (z.B. das Glanzlicht im Auge wurde vergessen, etc. )

Hierbei kommt die weiße Kohle zum Einsatz,. jedoch schimmert diese, je nach Papier und Licht leicht bläulich.

Das kann unter Umständen komisch und falsch wirken und somit das Bild sogar zerstören !